Wilde Jungs
Die wilden Jungs machen alles, was Buben Spaß macht! So ist die Idee dieses dreiteiligen Workshops, der aus höchstens sechs Buben und dem Workshopleiter Christian Prager besteht. Reine Männersache, so heißt es: Mädchen und Frauen habe hier nichts verloren, da sind sich die Jungs einig. Feuer machen, schnitzen, Gebrauchsgegenstände herstellen, sich tarnen und verstecken, Lager bauen, Geschichten lauschen, herumtoben, spontanen Ideen folgen – einfach ein coole Zeit im Kreise anderer Buben verbringen – das ist der Plan.
Zum ersten Mal trafen sich die wilden Jungs am Samstag, den 18. April am Eckholz.
Da in der Gruppe zwei erfahrene Waldläuferkinder sind, konnten diese ihre Fertigkeiten bereits unter Beweis stellen und so den anderen Jungs zeigen, wie man eine Falle aufstellt. An dieser Stelle soll auch erwähnt werden, dass natürlich keine Tiere im Wald gefangen werden und es sich ausschließlich um Lebendfallen handelt.
Die erste gemeinsame Aktivität war das Anfertigen eines Hokoknifes, einem primitiven Messer aus Stein, das nach der Fertigstellung sogleich getestet wurde. Die Jungs interessierten sich für das Schleifen und das Scharfhalten ihres Messers und schärften es mit einem Keramikwerkzeug bzw. mit einem Teller. Das Feuermachen ist zu jedem Treffen ein besonderes Element, das die Jungs begeistert und einiges an Fertigkeiten und Wissen einfordert. Viele verschiedene Zunder und Feuermachmethoden wurden ausprobiert. Von der Lupe angefangen über den Magnesiumstab, dem Zündstahl, das Feuereisen, der Ötzi – Feuermachmethode bis zum Handdrill und dem Bogenfeuer. Als ein wenig Regen aufzog wurde es spannend, wer sein Feuer trotz des Niederschlags halten konnte. Zum Abschluss des ersten Treffens wurde gemeinsam black jack
“ hergestellt.
Anfang Mai fand das zweite Treffen statt. Die Jungs übten alle noch einmal das Fallenstellen, das sich als gar nicht so einfach herausstellte. Dieses Mal fertigten die Jungs zudem eine Zange aus Holz an, die das Herausholen der Glut aus der Feuerstelle ermöglichte. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: einige Zangen waren wirklich gut gelungen! Beim Feuermachen wurden die Jungs richtig auf die Probe gestellt: es regnete beinahe durchgehend und so waren erschwerte Bedingungen beim Feuermachen anzutreffen. Alle Jungs waren jedoch mit Eifer dabei und nahmen die Herausforderung an – jeder wollte der Erste sein, jeder wollte sein Feuer als Erster entzünden!
Dabei kamen wieder unterschiedlichste Methoden zum Einsatz, auch hatte jeder seinen eigenen Erfahrungsschatz und seine Lieblingsmethode. Letztendlich brannte Emils Feuer am besten! Damit das Feuer auch gut vor dem Regen geschützt war, musste etwas improvisiert werden. Mit der Zange konnten die Jungs Glutstücke aus dem Feuer holen, auf ein Holzstück legen und durch kräftiges Blasen eine Kuhle in ihr Holzstück brennen – was daraus entsteht? Ein Löffel, eine Schale?
Am Ende des zweiten Treffens war klar: Feuer machen bei Regen? Natürlich geht das!
Das dritte Treffen der wilden Jungs findet am 30. Mai statt.



































