Waldläuferbande Sommer Raben 15
Die Waldläuferbande der Raben traf sich im Sommerzyklus jeden Mittwoch Nachmittag bei uns am Eckholz und umfasste 6 Mädchen und 9 Buben im Alter von 6 – 10 Jahren. Die Gruppe kannte sich schon recht gut, lediglich Elea hatte im Frühling pausiert und so wurden auch wieder ein paar neue Freundschaften geschlossen.
Der Frühsommer zeigte sich den Raben eher von der feuchten Seite und so lernten wir auch die Vorzüge dieses Wetters kennen. Beim Streunen fanden die Kinder unterschiedliche Tiere, so zum Beispiel Feuersalamander und unzählige Schnegel, Weinbergschnecken, Wegschnecken, Regenwürmer und Schnirkelschnecken. Dass hier ein Schneckenrennen nahelag, versteht sich von selbst. Obwohl der Regenwurm sichtliche Vorteile genoss, waren unter den Schnecken auch einige Sprinter dabei und die Kinder verfolgten die Rennen mit großer Begeisterung.
Das Wasser wurde genutzt, ob von oben oder von untern und so mancher Rabe kam in anderer, dafür trockener Kleidung wieder nach Hause J.
Die Räuberbande – eine Gruppe größtenteils bestehend aus Jungs – baute an ihrem Lager weiter, spionierte die anderen aus, die Rollen wurden immer wieder gewechselt und natürlich gab es auch einige Diskussionen, die friedlich geschlichtet wurden.
Einmal bekamen die Raben besonderen Besuch: Herr und Frau Kühn zeigten den Kindern, wie man aus Eschen und Weiden die altbekannten, heute leider beinahe schon in Vergessenheit geratenen Weidenpfeiferl herstellt. Es wurde geschnitzt und geklopft bis das Pfeiferl letztendlich einen Ton von sich gab! Stolz nahmen die Kinder ihr neues Instrument mit nach Hause.
An einem Mittwoch machte der Sommer seinem Namen alle Ehre und wir hatten wirklich warme Temperaturen, die uns an den Bach lockten. Den Ort am Bach, von den Kindern „Nimmerland“ genannt, verraten wir nicht. Das erfrischende
Nass wurde in vollen Zügen genossen, Steine wurden gesammelt, es wurden Angeln gebaut und so mancher versuchte sich darin, Fische mit einem Speer zu fangen. Ein besonderes Highlight war der Fund einer toten Äskulapnatter und eines Froschskeletts! Im anschließenden Schätzspiel waren wir sehr erstaunt, dass viele Kinder die Länge der Schlange auf den Zentimeter genau errieten: 111 cm war die Äskulapnatter lang!!!
An einem Nachmittag drehte sich alles um Verkaufsstände: da gab es Steine zu erwerben, Fischereibedarf und Erntewerkzeug zu kaufen. Die Währung legten die Verkäufer selbst fest – meist waren es Blumen oder verschiedene Blätter, Moritz und Jonas sammelten Waldmeister.
Natürlich haben wir auch Feuer gemacht, miteinander gejausnet und so mancher Geschichte gelauscht. Für Aufregung sorgte das Schmuggelspiel mit den Bleichgesichtern – es war gar nicht so einfach die Hinweise zu verstehen, den Schlüssel und die Schatztruhe im Wald zu finden und die Schmuggelware ins Lager zu schaffen, ohne von den Bleichgesichtern – geschweige denn vom Bleichgesichterkönig – erwischt zu werden!
Beim letzten Treffen stellten wir mit Erstaunen die Folgen des vergangenen Unwetters im Wald fest: die Trümmerhütte macht ihrem Namen alle Ehre und zahlreiche Äste und Zapfen waren von den Bäumen geschüttelt. Das Weitwerfen und Zielschießen mit den Zapfen war besonders lustig, auch beim Seilspringen toppte so mancher seinen persönlichen Rekord. Eine schöne Erinnerung an die Zeit sind die selbstbemalten Steine, die wir im Wald oder am Bach gesammelt haben.
Am 16. September starten die Raben in den Herbst! Wir wünschen euch eine schöne Sommerpause, vielleicht sehen wir uns ja in der Wilden Woche vom 1.8. – 8.8.2015!













































