Spinnrad und Spindel

Handwerkskreis mit Judith Riegler

Im Haus ist es kuschelig warm, der Kachelofen ist beheizt und am Tischherd köchelt der Tee. Draußen schneit es und drinnen schnurrt das Spinnrad. Vier interessierte Frauen haben sich am Eckholz eingefunden, um von Judith Riegler die alte Kunst der Wollverarbeitung - nämlich das Spinnen mit dem Spinnrad - zu erlernen.

Gezeigt werden unterschiedliche tierische und pflanzliche Fasern, gesponnen wird im Anschluss mit Schafwolle. Wie das Spinnrad und die Fertigkeit des Spinnens funktionieren, erklärt Judith den Teilnehmern und bald geht es darum, in geselliger Runde seinen ersten eigenen Faden herzustellen. Das scheint zunächst einfacher als es ist und man kann erahnen, woher der Begriff des "Geduldsfadens" stammt. Das Spinnen erfordert Ausdauer und einige Zeit des Übens um in den meditativen Genuss dieser Fertigkeit zu gelangen. Letztendlich geht jede Teilnehmerin mit einem ansehlichen selbstgesponnenen Faden nach Hause. Auch die Technik des Spinnens mit der Handspindel wurde gezeigt,in der sich eine bereits fortgeschrittene "Spinnerin" versuchte. Wolle spinnen wie vor 100 Jahren ... das hat schon was!

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